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Aktuelle Analyse: Creditreform Wirtschaftsindikator für das 2. Quartal 2007
Creditreform Wirtschaftsindikator, 2. Quartal 2007
Aufschwung nur leicht gebremst
Neuss, 22.05.2007
Die konjunkturelle Lage in der mittelständischen Wirtschaft zeigt sich in den ersten Monaten des Jahres weitgehend robust. Die Mehrwertsteuererhöhung hat die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal 2007 nur geringfügig gebremst. Der Creditreform Wirtschaftsindikator gibt gegenüber der letzten Erhebung nur leicht um 0,3 Punkte nach und steht derzeit bei 10,2 Punkten. Nach einer Änderung in der Skalierung des Wirtschaftsindikators zeigen positive Werte einen Wachstumspfad an, negative Werte entsprechen
einer rezessiven Tendenz. Vieles spricht dafür, dass sich die Aufschwungphase im zweiten Quartal 2007 fortsetzt und das Wachstum zum Jahresbeginn lediglich eine kurze Pause eingelegt hat. Mehr noch: Der Ausblick des Wirtschaftsindikators lässt vermuten, dass sich die konjunkturelle Dynamik in den kommenden Monaten weiter verstärken wird.

Die aktuell überdurchschnittliche Konjunkturentwicklung kommt vor allem in zwei Punkten zum Ausdruck: Zum einen steht der Geschäftsklimaindex − getragen von den sehr guten Erwartungen − mit +23,4 solide im Plus. Zum anderen verbessert sich der Indikator für die Insolvenzanfälligkeit der Unternehmen.
Insolvenzanfälligkeit geht weiter zurück
Erneut verbessert hat sich die Insolvenzanfälligkeit der Betriebe. Der Creditreform Risiko Indikator (CRI), der ein Maß für das Insolvenzrisiko ist, sank im Vergleich zum Vorquartal um 0,07 auf 2,19. Damit wiesen von 10.000 Unternehmen noch 219 ein so genanntes Negativmerkmal, etwa einen Insolvenzantrag, auf.
Rückschritte gibt es hingegen beim Zahlungsverhalten. Die mit der ausstehenden Summe gewichtete Überfälligkeit in Tagen, die mit Hilfe des Creditreform Datenpools zum Austausch von Zahlungserfahrungen (ZaC) ermittelt wird, erhöht sich um mehr als einen Tag auf 14,8. Demnach haben sich die Außenstände in den vergangenen Monaten erhöht. Die Kreditwürdigkeit der Unternehmen schwächt sich zu Jahresbeginn 2007 ebenfalls leicht ab. Der durchschnittliche Bonitätsindex für die knapp 3,6 Millionen Unternehmen steht aktuell bei 258.
Verarbeitendes Gewerbe verzeichnet Anstieg – Bau, Einzelhandel und Dienstleistungen abgebremst
Die zehn bewerteten Wirtschaftszweige zeigen ein zweigeteiltes Bild. Im Verarbeitenden Gewerbe, dazu zählen Konsumgüterbranche und Metall- und Elektroindustrie, verbessert sich der Branchenindex auf neue Höchststände. Die beste Punktzahl erreicht weiterhin die chemische Industrie, deren Branchenindex im ersten Quartal bei 19,5 liegt. Deutliche Rückgänge beim Branchenindex verzeichnen dagegen Baugewerbe, Einzelhandel und unternehmensnahe Dienstleistungen. Neben dem Verkehrs- und Logistiksektor rangieren diese Branchen unter dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft.
Der vollständige Quartalsbericht kann im Jahresabonnement bei der Creditreform Wirtschaftsforschung in Neuss Tel.: 0 21 31 / 109-174, per E-Mail presse@creditreform.de oder direkt hier bestellt werden. Die nächste Ausgabe erscheint Mitte August.
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