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Kostenexplosion - Deutsche Firmen stark belastet

Gestiegene Energie- und Rohstoffpreise bedrohen deutsche Unternehmen

Neuss, 05.07.2008


Heute veröffentlichte die dpa eine Meldung, in der sie bezugnehmend auf von Creditreform erhobene Daten über die Problematik der gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten für Unternehmen in Deutschland berichtet.

dpa vom 05.07.2008:

Die massiven Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen drohen einer Umfrage zufolge hochgerechnet mehr als 50.000 deutsche Unternehmen ins Wanken zu bringen.
Bei einer Befragung von 4000 mittelständischen Unternehmen durch die Wirtschaftsauskunftei Creditreform gaben Ende Juni 1,5 Prozent der Firmen an, wegen der hohen Kostenbelastung bereits jetzt vor der Geschäftsschließung zu stehen. Hochgerechnet auf den gesamten Mittelstand in Deutschland entspreche das einer Zahl von 51.000 Unternehmen, sagte ein Sprecher von Creditreform.
Allein im Einzelhandel befürchteten demnach 15.000 Firmeninhaber, das Geschäft aufgeben zu müssen. Im Verkehrs- und Logistiksektor sowie im Baugewerbe rechnen nach Hochrechnung von Creditrefom jeweils 5600 Unternehmen mit dem Aus. Weniger belastend seien die jüngsten Preissteigerungen bislang für unternehmensnahe Dienstleister, Firmen im Computerbereich, Forschungsunternehmen sowie für Unternehmen im Kredit- und Versicherungsgewerbe. Insgesamt gaben neun von zehn Unternehmen an, die Preissteigerungen hätten konkrete Auswirkungen. Bei mehr als jedem zweiten Unternehmen sinkt die Gewinnmarge. Fast jedes zweite der befragten Unternehmen will die gestiegene Kostenbelastung in Form höherer Preise an die Kundschaft weitergeben, wie aus der Umfrage des Wirtschaftsinformationsunternehmens weiter hervorgeht. Ebenfalls fast jedes zweite mittelständische Unternehmen suche nach günstigeren Lieferanten, um die enorme Kostenbelastung abzumildern, ergänzte Creditrefom. Außerdem würden die höheren Kosten bei Energie und Rohstoffen Rationalisierungen in den Betrieben nach sich ziehen. Als weiterer Belastungsfaktor könnten sich die Kredit- und Finanzierungsbedingungen erweisen, wenn im Jahresverlauf die Erhöhung des Leitzinses in der Eurozone durchschlagen sollte.



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